Schriftliche Prüfungen

Wie Sie Schwarz auf Weiß bekommen, was die Studierenden können

Der Mehrwert von schriftlichen Prüfungen ist relativ klar: Die Rahmenbedingungen sind für alle gleich, ebenso die Fragen und der Notenschlüssel. Außerdem kann man in kurzer Zeit von vielen Studierenden einen Leistungsnachweis erhalten. Es gibt sehr viel mehr schriftliche Prüfungsformen, als man erwarten könnte, die festzustellen ermöglichen, welche Lernergebnisse erreicht wurden. Schriftliche Prüfungen haben aber auch ihre Grenzen.

Hinter dem Begriff „schriftliche Prüfungen“ versteckt sich ein viel breiteres Feld an Prüfungsformaten als man gemeinhin denkt: von der typischen schriftlichen Klausur mit offenen und geschlossenen oder Multiple-Choice-Fragen über schriftliche Seminararbeiten bis hin zu Lernportfolios, in denen die Studierenden den eigenen Lernprozess reflektieren sollen. Innerhalb der verschiedenen Prüfungsformate gibt es viele unterschiedliche Frageformate – von reinen Wissensfragen bis anwendungsorientierten Aufgabenstellungen – die angelehnt an die Lernzieltaxonomie ein präzises Abprüfen der gewünschten Lernergebnisse ermöglichen.

Wichtig bei der Auswahl des Prüfungsformates ist zunächst immer der Abgleich mit der Prüfungsordnung. Denn dort ist festgehalten, welche Prüfungsformate zulässig sind und wie ihr Einsatz geregelt ist.

Um eine schriftliche Prüfung so fair und objektiv wie möglich zu gestalten, sollten die Anforderungen an die Prüflinge und die Rahmenbedingungen frühzeitig transparent gemacht werden. Dazu können alte Prüfungen oder Beispielaufgaben bereitgestellt werden. Eine Gefahr schriftlicher Prüfung liegt darin, dass man nur ein vergleichsweise einseitiges Bild vom Prüfling erhält, nur ein kleiner Ausschnitt des Gelernten abgefragt werden kann und auf die Besonderheiten des Prüflings (Prüfungsangst o.ä.) schwer eingegangen werden kann. Zur Sicherung der Objektivität gehört, dass Sie als Prüfende(r) im Vorfeld klare Bewertungskriterien festlegen und sich darüber im Klaren sind, welche Antworten Sie als Musterlösung erwarten. Dabei sollten Sie sich auch Gedanken machen, ob und wie die Fragen voneinander abhängig sind und wie Sie mit Folgefehlern umgehen.

  

  

  


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