Mündliche Prüfungen

Wie Sie sich im Dialog ein umfassendes Bild von den Kompetenzen Ihrer Studierenden machen

Unter einer mündlichen Prüfung versteht man meist das Prüfungsgespräch: es werden mehrere offene Fragen gestellt, die an einer Lernzieltaxonomie orientiert von reinen Wissensfragen hin zu anwendungsorientierten Aufgabenstellungen, z.B. einer Fallarbeit, reichen. Darüber hinaus aber gibt es eine große Vielfalt an mündlichen Prüfungsformen …

Mündliche Prüfungen umfassen ein weites Spektrum: von der typischen mündlichen Einzelprüfung über Referate oder mündliche Präsentationen bis hin zu Gruppenprüfungen. Unabhängig von dem verwendeten Format der mündlichen Prüfung ist der Leistungsnachweis in Form einer schriftlichen Dokumentation wie einem Protokoll unverzichtbar. Bei Gruppenprüfungen ist es zudem wichtig, dass die Leistung des einzelnen erkennbar ist und sich in der Einzelnote widerspiegelt. Zusätzlich ist bei der Auswahl des Prüfungsformats der Abgleich mit den Vorgaben der Prüfungsordnung unumgänglich.

Um die Prüfung so fair wie möglich zu gestalten und den Faktor „Prüfungsangst“ zu reduzieren, sollten die Anforderungen an den Prüfling und die Rahmenbedingungen frühzeitig transparent gemacht werden. Eine Möglichkeit hierzu ist das Bereitstellen von Beispielfragen oder die Bekanntmachung von Kriterien zur Notenfindung (siehe auch Tipps und Tricks).

Um die Bewertung der Prüfungen so objektiv wie möglich zu gestalten, ist es wichtig, dass Sie als Prüfer im Vorfeld klare Bewertungskriterien definieren und sich darüber im Klaren sind, welche Antworten Sie in welchem Umfang als Musterlösung erwarten. Speziell bei mündlichen Prüfungen wie Referaten und Präsentationen ist der Studierende darüber zu informieren, welche Kriterien neben der korrekten Darstellung des Inhalts in die Bewertung einfließen, z.B. Eloquenz, Form der Darstellung, Umfang der Ausführungen ... Zudem ist es hilfreich vor und während der Prüfung die eigenen Erwartungen zu reflektieren und darauf zu achten, welche Kriterien tatsächlich die Leistung des Studierenden abbilden und welche eher persönliche Vorlieben des Prüfers spiegeln.

Der Mehrwert mündlicher Prüfungen gegenüber schriftlichen liegt zum einen in der Möglichkeit, ein umfassendes Bild vom Prüfling zu erhalten. Zum anderen kann flexibel auf Besonderheiten der Situation oder des Prüflings (wie z.B. Prüfungsangst oder Lampenfieber) eingegangen werden.

  

  

  


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