Individuelle Lehrpläne für jeden Studenten?

Maik Maurer stellt mit seinem Lehrkonzept sicher, dass niemand den Anschluss verliert. Für sein besonderes Engagement erhielt er 2011 den Ernst Otto Fischer-Lehrpreis.

Technische Systeme, aber auch Unter­nehmens­prozesse werden durch eine zunehmende Vernetzung immer komplexer. Der Umgang mit komplexen Systemen ist daher ein Querschnittsthema in fast allen Bereichen des Maschinenbaus und eine Kompetenz, die künftig an Bedeutung gewinnen wird.

Die Studierenden sollen im Verlauf ihrer Ausbildung an der Fakultät für Maschinenwesen verschiedene Methoden zur Beherrschung von komplexen Systemen kennenlernen – von grundlegenden Rechenmodellen bis hin zur Visualisierung unternehmensweiter Zusammenhänge.

Vor diesem Hintergrund
vermittelt die Vorlesung „Komplexitätsmanagement für die industrielle Praxis“ einen thematischen Überblick und vertieft ausgewählte Methoden. Wie Evaluationen jedoch zeigten, kann die Vorlesung alleine der sehr heterogenen Hörerschaft aus unterschiedlichen Studiengängen nicht gerecht werden.

Das Lehrkonzept von Maik Maurer sieht daher ein individualisiertes Angebot vor: Dafür teilt er die vorhandenen Lehrinhalte in überschaubare Lern­einheiten ein und leitet auf Basis der jeweiligen Vorkenntnisse der Studierenden individuelle Lehrpläne ab. Lerneinheiten, die für alle Studierenden relevant sind, werden in Vorlesungsterminen behandelt. Inhalte, die nur für wenige wichtig sind, werden im Rahmen von Kleingruppenterminen besprochen. Dabei wird auf einen einheitlichen Workload der Studierenden geachtet. Die Prüfung erfolgt schließlich mündlich und kompetenzorientiert gemäß den individuellen Lehrplänen.

Maik Maurer legt darüber hinaus großen Wert auf Praxisbezug. Im Rahmen von Industriekooperationen werden daher Praxisaufgaben identifiziert und ermittelt, welche Lerneinheiten für welche beruflichen Zielsetzungen besonders relevant sind.

Das Lehrkonzept zum Download (pdf).

 

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