Christoph Rapp

Hands on! Im „Offenen Hydromechanik-Labor“ führen die Studierenden selbständig Experimente durch. Die Versuche sollen bald auch die Besucher des Deutschen Museums für die Ingenieurwissenschaften begeistern. Christoph Rapp wurde 2011 für sein Lehrkonzept mit dem Ernst Otto Fischer-Lehrpreis der TU München ausgezeichnet.

Bereits seit 2003 setzt sich Christoph Rapp, heute Leiter des Hydromechanik-Labors an der TUM, für eine Verbesserung der Lehre unter dem Namen HaM (Hydraulik am Mittwoch) ein: „Schlechte Lehre betrifft nicht nur unmittelbar die Studierenden, sondern hat letztendlich auch Auswirkungen auf die Qualität der späteren Berufsausübung. Gerade beim sehr verantwortungsvollen Ingenieursberuf kann das Einfluss auf die gesamte Gesellschaft haben“, so Rapp.

Sein damals entwickeltes Lehrkonzept sah im Kern vor, die naturwissenschaftlichen Vorgänge in Experimenten zur Strömungsmechanik im Labor zu beobachten, die entsprechenden Abläufe zu begreifen, physikalische Zusammenhänge daraus abzuleiten, diese kritisch zu hinterfragen und letztlich auf ähnliche Fragestellungen anzuwenden. Das Konzept wurde erfolgreich an mehreren ausländischen Hochschulen vorgestellt und in der Lehre etabliert. Darüber hinaus werden die entwickelten Versuche in das so genannte „TUMLab“ überführt: eine Kooperation zwischen der TUM mit dem Deutschen Museum mit dem Ziel, junge Menschen für die Ingenieurwissenschaften zu begeistern.

Christoph Rapp ergänzt sein Konzept nun durch das „Offene Labor“, oder „HaM2.0“: Dieses bietet den Studierenden die Möglichkeit, die theoretischen Grundlagen durch selbständig durchgeführte Experimente zu erlernen. Dabei werden sie von Tutoren begleitet, die zwar für den sachgemäßen Umgang mit den Experimenten sorgen und technische Unterstützung leisten, dabei aber nicht instruieren. Wöchentlich lösen die Studierenden in Kleingruppen Aufgaben und diskutieren ihre Lösungswege mit den Tutoren.
Zum Semesterende wird jedem Studierenden eine individuell zu bearbeitende Aufgabe gestellt. Er/sie bereitet den Versuch im Labor vor und beschreibt den Lösungsweg. Das Experiment wird schließlich vor der Gruppe und dem Kursleiter präsentiert. Die Studierenden setzen sich so eingehend mit der Materie auseinander und erklären ihren Kommilitonen in eigenen Worten  den Sachverhalt. Das fördert nicht nur das eigene Verständnis, sondern schult auch die Präsentationsfähigkeiten der Teilnehmer.

Christoph Rapp studierte Bauingenieurwesen
an der TUM und promovierte dort 2009 im Fachbereich Hydromechanik. Im Anschluss übernahm er das Hydromechanik-Labor.

Das Lehrkonzept zum Download (pdf).

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