Seminar

Wie Sie in kleinen Gruppen Inhalte vertiefen und praktische Anwendungen erproben

Kein Seminar gleicht dem anderen. Die Zielsetzungen können sich ebenso unterscheiden wie die Inhalte und die ausgewählten Methoden. Ein paar Aspekte haben die meisten Seminare jedoch gemeinsam: In Abhängigkeit vom jeweiligen Fachbereich dienen sie der Vertiefung von Inhalten, der gezielten Darstellung von Spezialthemen oder auch der Erarbeitung und Erprobung von theoretischen Inhalten in der Praxis.

In der Gestaltung von Seminaren haben Sie als Lehrender einen großen Spielraum. In den Empfehlungen zur Sicherung der Qualität von Studium und Lehre in Bachelor- und Masterstudiengängen der Hochschulrektorenkonferenz (Juni 2005) werden Seminare als „kleine Lehrveranstaltung mit signifikantem, aber unterschiedlich aktivem Anteil der Teilnehmer“ beschrieben, die Gruppengröße liegt üblicherweise bei 15 - 30 Teilnehmern.

Das Spektrum angebotener Formate reicht

  • vom klassischen Seminar(in dem Studierende z.B. Lösungen zu Aufgaben präsentieren oder über eigene oder fremde Arbeiten referieren),
  • über die Lernwerkstatt oder ein Projektseminar (hier übernehmen die Teilnehmer einen großen Bereich der aktiven Gestaltung z.B. die Gestaltung ganzer Einheiten),
  • bis hin zu Lehrforschungsprojekten oder Action-Learning (hier erarbeiten sich die Teilnehmer in hohem Maß selbstorganisiert ganze Themenbereiche in Kleingruppen und reflektieren eigenverantwortlich den Prozess und die Ergebnisse). Auch der Lektürekurs findet seinen Platz im Feld der Seminare.

Ein großer Vorteil von Seminaren liegt darin, dass sie die Selbstverantwortung der Studierenden fördern und zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten bzw. zur praktischen Anwendung des Gelernten hinführen. Die Arbeit erfolgt meist in Gruppen, was von den Studierenden neben dem Erlernen und Festigen der Fachkenntnisse verlangt, sich auch soziale Kompetenzen anzueignen. Ein möglicher Nachteil liegt allerdings in dem teilweise hohen Organisations- und Betreuungsaufwand. Die Rolle des Lehrenden wechselt vom Wissensvermittler hin zum Lernbegleiter und -ermöglicher und ist somit ein andere als z.B. in einer Vorlesung. Zudem ist die Interaktion zwischen Lernenden und Dozenten viel intensiver und sollte zur Verbesserung des Lernerfolgs der Studierenden genutzt werden.

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