Zentralübung

Wie Sie den Studierenden den Schritt zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung zeigen

Die Zentralübung ist das zweite Glied in der Kette Vorlesung – Zentralübung – Tutorium. Hier sollen die Studierenden, aufbauend auf dem theoretischen Wissen der Vorlesung, Lösungswege und Lösungsstrategien kennenlernen und nachvollziehen. Sie sollen lernen, wie sie das theoretische Wissen aus der Vorlesung nutzen können, um konkrete Aufgaben zu lösen. Aber nur wenn die Vorlesung und die Zentralübung gut aufeinander abgestimmt sind, ergibt sich ein kraftvolles Instrument, das tiefes Lernen ermöglicht und unterstützt.

In der Zentralübung wird der Stoff der Vorlesung wiederholt und operationalisiert: der Fokus liegt nun auf der Aufgabenlösung. Die Aspekte des Stoffes werden wiederholt, die zum Lösen der Aufgaben gebraucht werden; Lösungsideen, -wege und -strategien werden vorgestellt und erprobt. Darüber hinaus werden sie mit den relevanten Formeln und dem Umgang mit ihnen vertraut gemacht. Die Zentralübung stellt damit einen weiteren wichtigen Schritt zum erfolgreichen Bestehen der Prüfung dar. Wichtig für das Gelingen der Zentralübung ist, dass diese auf die Vorlesung abgestimmt ist. Sie soll nicht dazu genutzt werden, den Stoff zu besprechen, der z.B. wegen Zeitmangels in der Vorlesung nicht oder nur unzureichend behandelt worden ist. Eine strikte Trennung der Inhalte (Vorlesung = Theorie, Zentralübung = Praxis) ist jedoch ebenso wenig wünschenswert. Auch in der Vorlesung ist es sinnvoll, bereits Aufgaben an- und durchzusprechen. Eine sinnvolle Verzahnung von Vorlesung, Zentralübung und Tutorium ist herausfordernd – aber lohnt sich!

Zentralübungen sind häufig durch Frontalvorträge und Inputphasen geprägt: Der Dozent wiederholt kurz den Stoff und stellt die Lösungswege zu den Aufgaben vor. So werden die Tutorübungen vorbereitet, in denen man lernt, Aufgaben selbst zu lösen. Um die Studierenden zum Mitdenken und Hinterfragen anzuregen, müssen sie auch in der Zentralübung aktiviert und motiviert werden. Dies geschieht z.B., wenn alltagsrelevante Aufgaben bearbeitet werden, die Relevanz des Stoffs verdeutlicht wird und die Studierenden mit Fragen oder kleinen Gruppenarbeiten einbezogen werden.

  

  

  


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